Laupheimer Seifenkisten Rennen

Laupheim im Rennfieber. Parallel zum Großen Preis von Monaco in der Formel 1, fand in Laupheim das sechste Laupheimer Seifenkisten Rennen statt. Zum wiederholten Male bei optimalen Rennbedingungen mit Sonnenschein und trockenem Asphalt. Neben der Junior-, Firmen-, Spaß- und Rennklasse, sollten eigentlich die Läufe zur Deutschen Meisterschaft in der SKL- und der X-Klasse ausgetragen werden. Da es aber im Training zu verhältnismäßig schweren Unfällen mit Überschlägen und größeren Defekten an den Fahrzeugen (nicht an den Fahrern!) kam, wurden diese Läufe kurzhand abgesagt. Grund für diese Unfälle, war die schwere Laupheimer Strecke mit einer holprigen Schikane auf Kopfsteinpflaster. Da die Seifenkisten im Reglement der Deutschen Meisterschaft mit Vollgummireifen fahren müssen, konnten sie die Trainingsläufe nicht ohne Stürze meistern – im Gegensatz zu den Lokalmatadoren. Sie kennen die Strecke mit ihren Tücken … und sie haben fast alle Luftbereifung. Hier nun ein paar Eindrücke vom Rennen.

Die Zuschauerzahl wurde von den Kommentatoren auf ziemlich genau ‚1680‘ geschätzt, angeblich ’50 Zuschauer‘ weniger als letztes Jahr.

Seriensieger ist das Uhlmann Racing Team mit 5 Siegen in Folge. Kurz hinter der Ziellinie platzte dem Pilot Peter Aubele, der rechte Vorderreifen, aber da war der zweite Lauf schon beendet und der Schaden somit verschmerzbar. Der 18-jährige Mechatroniker Lehrling konnte die Hitech-Glasfaser-Seifenkiste am schnellsten und in neuer Bestzeit über die 450m lange Rennstrecke steuern.

Dynamik pur, auf dem welligen Kopfsteinpflaster heben schon mal drei von vier Rädern ab.

Die jüngste Teilnehmerin im Feld – Emelie – grade mal sieben Jahre alt! Sie ging das Rennen sehr routiniert und bedächtig an … und hatte noch ein Lächeln auf den Lippen. Spaß ist nämlich das Wichtigste.

Mit den professionellen Renn-Seifenkisten erreicht man auf der Laupheimer Strecke über 40 km/h. Der zehnjährige Maxi eroberte als Newcomer in der Firmenklasse den zweiten Platz. Seine Fans haben extra T-Shirts anfertigen lassen mit seinem Rennmotto „Bloß it bremsa“.

Bei Top Speed war driften die einzige Möglichkeit sauber durch die Schikane zu kommen.

Bei flachen Fahrzeugen wird es mit der Bodenfreiheit richtig eng und der Staub wirbelt auf.

Eine Seifenkiste mit Speziallackierung – die Farbe der ‚Erlkönige‘ – Fahrzeuge die sich noch in der Testphase befinden werden mit mattschwarzer Lackierung versehen, damit man die Konturen der Karosserie nicht so gut erkennen kann.

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