Bindertanz in Ulm

Der Bindertanz ist ein Zunftbrauch der Küferinnung Ulm, denn die Fass-Binder sind Küfer. Urkundlich erwähnt wurde der Tanz erstmals 1745.  Die Bindergesellen beantragten beim Rat der Stadt, am Schwörmontag vor den Häusern ihrer Kunden tanzen zu dürfen. Seitdem wurde dieser in unregelmäßigen Abständen, meist nur zu besonderen Anlässen wieder aufgeführt. Zu einem Musikstück von Franz Schubert führen 16 Tänzer den Reif- und Bogentanz auf und zeigen acht verschiedene Tanzfiguren. Dabei sind auch Narren, die mit dem Publikum ihre Späße machen. Ein historisches Kulturereignis der besonderen Art. Mittlerweile finden die Vorführungen mit Musikanten, Tänzern und Harlekins alle vier Jahre an den beiden Sonntagen vor Schwörmontag auf verschiedenen Plätzen, sowie am Schwörmontag im Rahmen der Schwörfeier auf dem Weinhof statt.

Sensationelle Lichtstimmung beim Bindertanz in der Neuen Mitte. Alle wichtigen Wahrzeichen der Stadt sind drauf, links das Rathaus und rechts der Münsterturm.

Einzug auf den Kornhausplatz.

Der Binder bei der Arbeit.

Die Narren treiben ständig Unfug.

Einzug auf den Judenhof.

Wahrscheinlich erstmalig in der Geschichte des Bindertanzes, einer der Fassringe geht kaputt. Die Narren nutzen das für ihre Scherze.

Nach einer kleinen ‚Trinkpause‘ im Café Liquid ziehen die Binder vorbei am Ulmer Münster zum nächsten Tanz.

Auf dem Münsterplatz vor dem Stadthaus.

Bei jedem Tanz führt einer der beiden Narren, unter lautem Beifall der Zuschauer, seinen Salto vor.

In der Neuen Mitte auf dem Hans-und-Sophie-Scholl-Platz, rechts die Kunsthalle Weishaupt, im Vordergrund Keith Harings ‚Red Dog for Landois‘.

Auf dem Marktplatz, der letzten Station, wird noch mal kräftig dirigiert.

Zu guter Letzt musste OB Ivo Gönner vor seinem Rathaus auch noch auf’s Fass.

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