Hochzeitsfotograf in Ehingen/Oberwachingen

Veröffentlicht: 16. Juni 2022 in Allgemein

04.06.2022: http://www.ulm-foto.de fotografiert Edith & Basti bei ihrer Hochzeit in Ehingen und Oberwachingen (www.gasthaus-neuhaus.de).

Ich hatte die Gelegenheit, Edith & Basti an ‚ihrem Tag‘ fotografisch begleiten zu dürfen. Es war wunderschön, denn ich glaube ich habe noch nie ein so glückliches Brautpaar erlebt …und das sieht man auch auf ganz vielen Fotos. Ein unvergesslicher Tag mit vielen sehr tollen Menschen und einer Party, wie ich sie in dieser Art noch nie erlebt habe, auch Dank DJ dr_graf_vom_bussa.

Angefangen haben wir mit dem Make Up im Hochzeitshaus Laupheim (www.yes-hey-day.de), im ehemaligen jüdischen ‚Kaufhaus Einstein‘ von 1904. Ein wunderschönes denkmalgeschütztes Gebäude mit einer imposanten breiten Holztreppe, die in den ersten Stock führt.

Die standesamtliche Trauung fand im Ehinger Bürgerhaus ‚Oberschaffnei‘ statt, einem über 300 Jahre alten, ehemaligen Kloster statt.

Nach der Trauung fuhr die Hochzeitsgesellschaft, angeführt von einem nonstop hupenden LKW Zugfahrzeug nach Oberwachingen ins Gasthaus Neuhaus, der Partylocation. Hier wurden die Gäste sehr freundlich und lecker empfangen und versorgt.

Zwischendrin machten wir ein kleines ‚Fährtle‘ an den Federsee bei Bad Buchau, für ein paar verträumte Portraits in der Abendsonne.

Vielen Dank Euch Beiden und viel Spaß mit den vielen Fotos. Hier nur ein kleiner Ausschnitt eines langen Tages…

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Berblinger Digital Wall 2022

Veröffentlicht: 27. Mai 2022 in Allgemein

26.05.2022: http://www.ulm-foto.de fotografiert die Digital Wall zum Jubiläum von Albrecht Berblinger. Dieses Jubiläum hätte eigentlich schon 2020 stattfinden sollen, fiel aber aufgrund der Covid-19 Pandemie zweimal aus.

Auf fast 1 Kilometer Länge wurde die Stadtmauer als Digital Wall mit 39 Beamern beleuchtet. Rund eine halbe Million Euro kostete dieses gigantische Video-Mapping-Kunstwerk die Stadt Ulm. Kreiert wurde die Show von dem Künstlerkollektiv Wittman, Zeitblom & Liebert. Mit einer Dauer von 68 Minuten ist das Spektakel an der Donau auch recht lang und würdigt nachträglich die Leistungen von Albrecht Ludwig Berblinger, der 2020 250 Jahre alt geworden wäre. Er war ein genialer und risikoreicher Erfinder aus Ulm. Bekannt wurde er als Schneider von Ulm, als er 1811 mit seinem selbst konstruierten Flugapparat vor den Augen des Königs in die Donau stürzte. Als gelernter Schneidermeister war er im damaligen Ulm sehr erfolgreich, aber auch unzufrieden. So fertigte er unter anderem auch Beinprothesen an.

Das Fliegen faszinierte ihn und er wollte ein Fluggerät konstruieren, mit dem man von der Höhe herabgleiten konnte. Zu diesem Zweck baute er einen Flugapparat aus Seide, Schnüren und Fischbein mit einer Tragfläche von 12 Quadratmetern. Mit diesem Hängegleiter wandte er sich dem entwicklungsfähigen Gleitflug zu.

Im April 1811 gelingen ihm am Michelsberg erste Flugversuche und ‚er hüpft wie ein Vogel von Gartenhaus zu Gartenhaus‘, wie ein Augenzeuge berichtet. Als im Mai der württembergische König Friedrich mit großem Gefolge erstmals seine neu erworbene Stadt besucht, will ihn diese mit einem besonderen Spektakel erfreuen. Berblinger soll mit seinem Flugapparat von der 13m hohen Adlerbastei über die Donau gleiten. Ein eigens dafür gefertigtes Holzgerüst sorgte für noch mehr Absprunghöhe und sollte ihm den 40m langen Flug über die Donau ermöglichen. Leider waren ihm, die über fließenden Gewässer herrschenden Abwinde nicht bekannt und er landete zum Gaudium der Zuschauer in der Donau. Von Hohn und Spott begleitet, verschwand er spurlos. Erst ein Jahr später versucht er wieder als Regimentsschneider Fuß zu fassen. Dies gelingt ihm nicht mehr und er stirbt 18 Jahre später völlig verarmt ab ‚Abzehrung‘.

Alles in allem eine tolle Show und ein einzigartiges Erlebnis und nur zu empfehlen – Gratulation an die Stadt Ulm, alles richtig gemacht.

Nur einmal während der Show kommt der Flugapparat von Berblinger ins Bild

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Installation Metzgerturm 2022

Veröffentlicht: 1. Mai 2022 in Allgemein

30.04.2022: http://www.ulm-foto.de fotografiert die Installation Metzgerturm 2022 in Ulm.

Johannes Pfeiffer über seine Seilinstallationen:

„In meinen Arbeiten geht es um das prekäre Gleichgewicht der Dinge, des Lebens überhaupt. Die Fäden verbinden das Materielle mit dem Immateriellen. Sie stellen also die Verbindung zwischen Materie und Geist her. Der Faden selbst ist das Immaterielle, das Licht, das Leuchten.“

Darf es eine schräge Legende sein? Doch vorneweg eine Warnung. Ihr Wahrheitsgehalt geht gegen null, der Metzgerturm ist aus einem völlig anderen Grund so auffallend schief.

Jede Stadt hat so ihre Stories aus dem Fundus von Überlieferungen und Schrullen. Die bekannteste aus Ulm ist die vom Ulmer Spatz, der die Ulmer durch den beispielgebenden Umgang mit einem Strohhalm lehrte, wie sie einen Holzstamm am besten durchs Stadttor bringen. Nämlich in Längsrichtung, keineswegs aber quer.

Doch nun zum Metzgerturm. Es geschah in einer Zeit, als in ihm gerade Metzger einsaßen, aus Strafe, weil sie das Volk in Notzeiten mit zu kleinen Würsten betrogen hatten. Als ihnen die Todesstrafe angedroht wurde, kippten die wohl mit reichlich Hüftgold gesegneten Herren vor Schreck alle um, offenbar so orchestriert, dass der Turm darob aus dem Lot geriet.

Statiker nennen allerdings ganz andere Gründe für die Schieflage des um 1349 errichteten und 36,1 Meter hohen Bauwerks. Demnach ist das historische Fundament die Ursache. Die Gründung zur Donau hin fußte auf der alten Stadtmauer, zur Stadt hin aber auf Holzstämmen, die in Folge der Senkung des Donauwasserspiegels irgendwann verfaulten. 1911 kamen Beton-Fundamente rein. Seither hat sich die Neigung nach Westen stark verlangsamt. 2,05 Meter beträgt sie aktuell.

Noch eine Fehldeutung wäre aus der Welt zu schaffen. Der Metzgerturm war kein Stadttor. Beide, Turm und Tor, stehen in Zusammenhang mit der zur selben Zeit errichteten Metzig, 1480 wurde die Stadtmauer neu gebaut und gen Donau gerückt, wodurch der Metzgerturm in Rücklage geriet. Der Durchbruch durch diese Mauer geschah erst 1930.
Das Dach! Es ist gedeckt mit Ziegeln historischer Ulmer Gebäude (Quelle metzgerturm.de)

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Stolpersteine Ulm

Veröffentlicht: 20. Februar 2022 in Allgemein

19.02.2022: ulm-foto.de fotografiert einige Stolpersteine in Ulm. Die Auswahl der Steine begrenzte sich primär auf die Innenstadt und richtete sich vor allem nach dem Fotomotiv. Ich möchte die Steine im Ulmer Stadtbild zeigen und einen Bezug zum Verlegungsort herstellen. Leider übersieht man im Alltag die Stolpersteine sehr leicht und die Meisten findet man nur über die App Stolpersteine Guide im App Store. Hier werden auch Kurzbiografien und Fotos gezeigt, über die Personen, zu deren Gedenken die Steine verlegt wurden. Sehr schön gemacht und sehr informativ. So bekommen die Steine ein Gesicht.

In Ulm ist für die Verlegung der Stolpersteine die Initiative http://www.stolpersteine-fuer-ulm.de zuständig. Hier ein Auszug aus deren Text und der Hinweis auf deren Homepage für weitere Informationen.

„Stolpersteine“ sind 10 x 10 x 10 cm große Betonquader mit einer Messingplatte, in der Name, Lebens- und Sterbedaten eines Opfers des NS-Regimes eingeschrieben sind, und die vor dem ehemaligen Wohnhaus in den Bürgersteig eingelassen werden. Seit 2015 halten auch in Ulm solche Steine die Erinnerung an die Verbrechen des Nationalsozialismus lebendig. Die Idee stammt von dem Kölner Künstler Gunter Demnig, der auch die Steine herstellt und verlegt. Die Stolpersteine sind heute das größte dezentrale Mahnmal der Welt. Es wächst „von unten“ durch das bürgerschaftliche Wirken der Initiativen vor Ort und kann Menschen unerwartet „stolpern“ lassen, nicht mit den Füßen, sondern mit dem Verstand und dem Gefühl.

„Stolpersteine“ sollen an ehemalige Ulmerinnen und Ulmer, ihren Alltag, ihr Mitwirken in der Gesellschaft, ihr Leben erinnern, nachdem die große Mehrheit der Deutschen in den Jahren 1933 bis 1945 deren gewaltsame Entfernung aus ihrer Mitte unberührt und fast achtlos hingenommen hat. Über die ermordeten jüdischen Bürger Ulms hinaus, die einen sehr großen Anteil ausmachen, gehören zu diesen Menschen Opfer des so genannten „Euthanasie-Programms“, Zeugen Jehovas, Deserteure, Sinti und Roma, politische Opfer und Opfer der NS-Justiz. Hierzu recherchiert die Ulmer Initiative intensiv die jeweiligen Lebensgeschichten und dokumentiert diese mit Faltblättern wie dem vorliegenden, vor allem aber durch ausführliche Biografien, die im Internet veröffentlicht werden. Die Zusammenarbeit mit Schulen und möglichst vielen gesellschaftlichen Gruppen soll die Erinnerung wach halten, die die Nationalsozialisten auslöschen wollten.

(Quelle: http://www.stolpersteine-fuer-ulm.de)

Dr. Ludwig Hecht & Rosa Hecht, Olgastraße 85.

Ludwig Hecht wurde am 14. Oktober 1866 in Bonnland geboren. Nach dem Medizinstudium zog Ludwig 1891 nach Ulm, um dort eine Stelle als Assistenzarzt anzutreten. Hier heiratete er am 7. Sept 1893 Rosa Thalmessinger. Das Paar hatte 3 Kinder: Paul, Otto und Anneliese.

Ludwig Hecht war offenbar sehr bald ein beliebter und gefragter Arzt. Er praktizierte ab 1893 als niedergelassener praktischer Arzt und Geburtshelfer. Er arbeitete seit 1906 auch als Armenarzt (Armenärzte waren von der Stadt beauftragte Ärzte, an die sich mittellose Ulmer wenden konnten). Ein Enkel beschreibt, dass sein Großvater mit der Kutsche auch viele Hausbesuche auf dem Land machte und wenn notwendig nächtelang am Bett seiner Patienten blieb. Bei mittellosen Patienten habe er, statt einer Rechnung, bisweilen Geld auf dem Küchentisch zurückgelassen.

Rosa Hecht geb. Thalmessinger wurde am 15. August 1870 in Ulm geboren. Sie war das 4. von insgesamt 10 Kindern des Bankiers Nathan Thalmessinger. Am 2.8.1942 wurden beide nach Theresienstadt deportiert. Rosa Hecht starb dort am 13.1.1943 an völligem Kräfteverfall infolge Unterernährung, Ludwig Hecht nur wenige Tage später am 21.1.1943.

Isidor & Dorlina Krippel mit Jenny, Frieda, Max und Elisabetha, Hafengasse 10.

Zwischen 1903 und 1906 lebte die Familie in Neu-Ulm, wo 1905 Frieda geboren wurde. Wieder nach Ulm zurückgekehrt, wurden Max 1908 und Elisabetha 1910 geboren. Damals ist die Familie öfters umgezogen, aber ca. 1919 fand sie eine große Wohnung im 2. Stock von Hafengasse 10 und blieb dort. Der Familie Krippel ging es bis zur Machtergreifung der Nationalsozialisten wirtschaftlich gut. Lina kümmerte sich um den Haushalt. Isidor war ein Handelsvertreter in der Textilbranche. Jenny war bis 1933 die Privatsekretärin des Intendanten im Stadttheater Ulm. Danach arbeitete sie bei der Firma Gabriel Lebrecht. Frieda brachte 1928 den unehelichen Sohn Heinz zur Welt (der Vater war nichtjüdisch). Else arbeitete in der Firma „Wohlwert“ und leitete dort die Abteilung für Rauchutensilien. Die Familie wurde in der Nacht vom 28. Oktober 1938 während der „Polenaktion“ der Hitler-Regierung nach Polen deportiert. Mehrere Briefe an Verwandte und den Sohn Max, der 1937 emigrieren konnte, belegen, dass die Familie auseinandergerissen und in Ghettos oder Vernichtungslagern ermordet wurde. Max Krippel gründete in Israel eine Familie und benannte sich um in Mordechai Carmi. Er verstarb am 31. Dezember 1974.

Frieda & Isak Adler, Erna Sophie Moos, geb. Adler, Karlstr. 3.

Frieda Adler , geb. Obernauer , geboren 25.9.1888, und Isak Adler, geboren 6.4.1877, stammten aus Laupheim. Frieda und Isak Adler heirateten am 23. 11. 1913 in Laupheim und übersiedelten in dieser Zeit nach Ulm. Isak Adler war Soldat im Ersten Weltkrieg, wurde verwundet und bekam ein Eisernes Kreuz. In dieser Zeit wurde seine Tochter geboren. Er war Viehhändler und hatte in Ulm in der Oststadt seine Geschäftsgebäude. Bald wurde für Juden der Viehhandel unmöglich gemacht, das Geschäft erlosch. Die beiden flohen im Januar 1939 nach Palästina. Wenige Monate nach der Ankunft, am 12 Juni 1939, nahm sich Isak Adler aus Verzweiflung das Leben. Er war körperlich krank und die Nazis hatten ihm alles genommen; Palästina war ihm, dem Schwaben, fremd.

Familie Neuburger, Schuhhausgasse 9.

Die Familie Neuburger stammte aus Buchau. Zwei Brüder, Ludwig und Jakob, gingen um 1890 nach Ulm und konnten das Haus Schuhhausgasse 9 kaufen. Dort wohnten sie mit ihren Familien und führten einen Großhandel mit Kurzwaren und später auch eine Agentur. Die Brüder starben schon vor der Wirtschaftskrise 1929 und dem Aufstieg der Nationalsozialisten. Als diese die Macht ergriffen, lebten im Haus in der Schuhhausgasse noch Ludwigs Töchter Martha und Anna (starb 1935) und Jakobs Witwe Bertha (geb. Bernheim) mit ihren Töchtern Helene und Emma. Das Geschäft musste aufgegeben werden. 1939 machte die Stadtverwaltung das Haus zu einem sog. Judenhaus und zwang andere Juden dazu, ihre Häuser zu verlassen und dorthin umzuziehen. Zwei Jahre später, am 1. Dezember 1941, wurden Emma, Helene und Martha nach Riga deportiert, wo sie ermordet wurden.

Meth-Cohn, Neue Straße 95/97, Lange Straße 18.

Julius Cohn, Dorothea Meth-Cohn

Dorothea Meth-Cohn wurde 1904 in Schwäbisch Gmünd geboren. Man kannte sie als künstlerisch und literarisch interessierte Frau. Nach der Geburt 1935 ihres Sohnes Ernst-Otto wurde dieser zu ihrem Lebensmittelpunkt. Ab 1937 arbeitete sie im Kinderheim in Herrlingen und lernte zu dieser Zeit den Ulmer Rabbiner Julius Cohn kennen. Dessen Frau Herta war sterbenskrank und Thea zog in die Lange Straße 18, um sie zu pflegen. Nach Hertas Tod, März 1938, und der Pogromnacht blieb sie dort um Cohn zu unterstützen. Sie bereiteten nun die Flucht nach Großbritannien vor, wozu ihre Heirat, Februar 1939, helfen sollte. Im Juni 1939 verabschiedete sich Thea von ihrem Sohn, als er mit Kindertransport nach Schottland fuhr. Der Kriegsausbruch im September machte ihren eigenen Fluchtplan zunichte. 1940 übernahm sie die Leitung eines jüdischen Altenheims in Heilbronn und pflegte 22 alte Menschen. Am 20. August 1942 wurden sie und ihre Pfleglinge in das KZ Theresienstadt deportiert. Dort arbeitete sie zwei Jahre lang als Krankenschwester. Am 19. Oktober 1944 wurde sie nach Auschwitz gebracht und ermordet. Ernst-Otto Meth-Cohn („Otto“) wurde zuerst von einer Familie in Edinburgh aufgenommen. Später wuchs er in England in verschiedenen christlichen und jüdischen Waisenhäusern auf. Theas Vater Alfred Meth, der die Verfolgung überlebte sorgte für Wiedergutmachungszahlungen aus Deutschland, mit der Ottos Ausbildung vorangetrieben wurde. Er studierte Chemie, heiratete, bekam mit seiner Frau zwei Kinder und wurde Professor für Organische Chemie an der Sunderland University. Mit 80 Jahren schrieb Otto seine Lebensgeschichte, „The nearly man“.

Hermann Robert, Hans-und-Sophie-Scholl-Platz.

Hermann Robert wurde 1862 in Weissheide bei Graudenz in Westpreußen geboren. Dort heiratete er 1887 Natalie Koppel (geb. 1862). Um 1890 zog die Familie von Graudenz nach Ulm, wo Hermann Robert ein Warenhaus eröffnete, das er ab 1892 als Filiale der Kaufhauskette „H. Tietz & Co Nachfolger“ in der Lange Str. 12 betrieb. Dort wohnte er mit seiner Familie. Aus der Ehe sind insgesamt fünf Kinder hervorgegangen (von den zwei im Holocaust ermordet wurden). Das Geschäft wurde infolge der antisemitischen Hetzkampagne und der Boykottmaßnahmen am 15. Januar 1937 geschlossen. Am 30. Juli 1940 wurde Hermann Robert von der Heil- und Pflegeanstalt Zwiefalten in die Tötungsanstalt Grafeneck „verlegt“, wo er am selben Tag ermordet wurde. Seine zwei Töchter Frieda und Trude wurden 1942 aus Berlin deportiert und ermordet.

Mathilde Fischer, Neue Straße 32.

Emma Mathilde Fischer wurde am 18.12.1904 in Ulm als drittes Kind der Eheleute Emma Elisabetha und Friedrich Wilhelm Fischer geboren. Ihr Vater war Kaufmann und betrieb im Haus Glöcklerstr. 27 in Ulm, wo die Familie auch wohnte und Mathilde mit ihren drei Geschwistern behütet aufwuchs, eine Gaststätte und ein Feinkostgeschäft.

Durch eine Frühgeburt war Mathilde Fischer psychisch und physisch nur eingeschränkt belastbar, weshalb sie von Anfang an besondere Rücksicht und Sorge erfuhr und im Mittelpunkt der Familie stand. Nach Besuch und Abschluss der Mädchenrealschule in Ulm und einer Hauswirtschaftsschule half sie ihren Eltern im Geschäft. In der Anstalt von Hadamar verschubt wurde sie sofort nach ihrer Ankunft in die im Keller befindliche Gaskammer geschickt und ermordet. Durch ein nicht mehr vorhandenes amtliches Schreiben vom Mai 1941 erhielten die Eltern die Nachricht, Mathilde sei an den Folgen einer Lungenentzündung gestorben. Die später ihren Eltern zugestellte Urne wurde im Familiengrab auf dem Ulmer Friedhof beigesetzt.

Familie Moos, Friedrich-Ebert-Straße 14.

Die Familie Moos, die für viele Jahren an der Adresse Promenade 7, nicht weit vom Bahnhofsplatz wohnte, litt im April 1933 gleich nach der Machtergreifung unter den judenfeindlichen Maßnahmen der neuen Hitler-Regierung. Paul und sein Bruder Rudolf wurden aus ihren Berufen ausgeschlossen. Paul starb 1940 als Opfer der Nazi-„Euthanasie“ und sein Tod war besonders tragisch: um Haaresbreite hätte er in den USA überlebt.

Familie Schulmann, Jenny Moos und ihre Söhne, Neutorstraße 16.

Selma Schulmann, die Mutter von Hedwig und Paul, wurde als sechstes von neun Kindern am 11. September 1875 in einer Wohnung in der zweiten Stock der Donaustraße 10 in Ulm geboren. Am 15. Juni 1942 wurde Selma Schulmann, zusammen mit acht weiteren Ulmer Juden, in das jüdische Altersheim Herrlingen zwangsumgesiedelt. Dort wurde sie gezwungen am 15. August 1942 einen „Heimeinkaufsvertrag“ für das als „jüdische Altersheim Theresienstadt“ getarnte KZ Theresienstadt abzuschließen. 4503 RM bezahlte Selma Schulmann dafür. Eine Woche später wurde sie am 22. August 1942 über Stuttgart nach Theresienstadt deportiert. Schon am 26. September 1942 wurde sie von dort aus in das Vernichtungslager Treblinka verschleppt und dort vermutlich bald nach ihrer Ankunft ermordet. Hedwig Schulmann wurde am 11. Juli 1902 als Tochter von Albert und Selma Schulmann in Ulm geboren. Durch den frühen Tod des Vaters wurde sie schon mit 14 Jahren Halbwaise. Am 1. Dezember 1941 wurde Hedwig Schulmann nach Riga deportiert. Nach drei Tagen Fahrt in ungeheizten Viehwagons kamen die Deportierten im Rigaer Bahnhof Skirotawa an. Die meisten der Zwangsverschleppten mussten in das 2 bis 3 km entfernte Lager Jungfernhof, ein heruntergekommenes Gut, marschieren. Vermutlich wurde Hedwig Schulmann dort unmittelbar nach ihrer Ankunft ermordet oder sie erfror während des strengen Winters 1941/42 bei Temperaturen von 30-40°C unter null in den Todesbaracken.

Jenny Moos wurde 1886 als Tochter des Hopfenhändlers Israel Sundheimer und seiner Frau Mathilde in Nürnberg geboren. 1913 heiratete sie den Kaufmann Julius Hilb, der eine bedeutende Textilhandlung führte, und zog mit ihm nach Ulm. Das Ehepaar hatte miteinander die Söhne Kurt (geb. 1914) und Otto (geb. 1915). Sohn Otto wurde in der Reichspogromnacht misshandelt und nach Dachau verschleppt. Er konnte jedoch mit Hilfe gefälschter Papiere entkommen und ebenso wie sein Bruder Kurt über England in das heutige Israel fliehen. Jenny heiratete 1942 den ebenfalls verwitweten Hugo Moos. Im August 1942 wurden sie nach Theresienstadt deportiert. Hugo Moos starb auf einer Krankenstation in Theresienstadt am 18. Dezember 1942 qualvoll an einem Krebsleiden. Wenige Wochen später am 30 Januar 1943 wurde Jenny Moos nach Auschwitz deportiert. Dort wurde sie, vermutlich unmittelbar nach Ankunft des Transports, ermordet.

Bei den begleitenden Texten zu den Fotos handelt es sich nur um Auszüge der umfangreichen Recherchen von http://www.stolpersteine-fuer-ulm.de. Auf deren Homepage findet man weiterreichende Informationen und Originalfotos der hier genannten jüdischen Ulmer Mitbürger.

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Sternsinger Laupheim 2022

Veröffentlicht: 9. Januar 2022 in Allgemein

02.-06.01.2022: http://www.ulm-foto.de begleitet die Sternsinger Laupheim. Fleißig waren sie wieder die Kinder und sammelten eine neue Rekordsumme von über 40.000 € für die bedürftigen Kinder dieser Welt.

Ulmer Fischerstechen 24./31.07.2022

Veröffentlicht: 28. November 2021 in Allgemein

Ulm im November 2021: http://www.ulm-foto.de liefert zwei der drei Titelfotos für das Ulmer Fischerstechen am 24./31.07.2022.

Wieder mal ein toller Erfolg und eine schöne Bestätigung für meine Fotografie. Zwei der drei Titel- bzw. Plakatmotive hat die Stadt Ulm ausgewählt, um für das Fischerstechen 2022 zu werben. Im Vorfeld und zu Beginn der Werbephase für das Fischerstechen im nächsten Jahr, wurden am 19.11. vor dem M25 (Birdly-Flug), Postkarten verteilt. Meine beiden Motive möchte ich hier zeigen.

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Schnalstal – Val Senales

Veröffentlicht: 7. November 2021 in Allgemein

November 2021: http://www.ulm-foto.de fotografiert im Schnalstal/Südtirol.

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Cannobio, Lago Maggiore

Veröffentlicht: 24. August 2021 in Allgemein

August 2021: http://www.ulm-foto.de fotografiert in Cannobio am Lago Maggiore in Italien.

Sonnenaufgang über Cannobio am Lago Maggiore

Sternenhimmel mit der leider nur kaum erkennbaren Milchstaße über dem Lago Maggiore

Was gehört zu Italien? Vespa naturalmente!

Cannobio von oben

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Drei Zinnen, Dolomiten

Veröffentlicht: 22. August 2021 in Allgemein

August 2021: http://www.ulm-foto.de fotografiert die Drei Zinnen in den Dolomiten. Leider war das Wetter nicht so ganz nach unseren Vorstellungen und die Zinnenspitzen waren von Wolken verdeckt. Somit fielen auch die geplanten Milchstraßenfotos aus – leider. Aber ein paar Erinnerungen konnten wir doch noch mitnehmen.

Dieses Bild hat ein leeres alt-Attribut; sein Dateiname ist dreizinnen-32.jpg.

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Tsitsipas Stefanos

Veröffentlicht: 1. August 2021 in Allgemein

10.08.2012: http://www.ulm-foto.de fotografiert Stefanos Tsitsipas/Griechenland beim Ulmer LBS Junior Cup 2012.

Damals war er 14 Jahre alt. Heute mit 22 Jahren, belegt er Singles Ranking 4 auf der aktuellen ATP Tour. Schön zu sehen, was aus den kleinen Stars von damals geworden ist.

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